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Übergreifend

Mit dem zweiten Körper spielen

30. Januar 2012 4

 

„Ich will doch nur spielen“ – das sagen in zunehmendem Maß nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene bis ins hohe Alter. Diese Beobachtung hat unsere Autorin Eva Barth-Gillhaus von KOM:pakt Kommunikation in Meerbusch gemacht. „Wenn es um anspruchsvolle, moderne Brettspiele und um Puzzles geht, liegt der Anteil der erwachsenen Käufer bei starken 25 Prozent, im Segment Plüsch sind es 23 Prozent“ informiert die Branchenkennerin anlässlich der Spielwarenmesse, die vom 1. bis zum 6. Februar in Nürnberg stattfindet.

Auf einen Bereich, der auf der internationalen Toy Fair weitgehend ausgeklammert wird, weist Eva Barth-Gillhaus besonders hin: „Das Segment Computer-, Konsolen-, Handheld-Spiele und kombinierte Konsolen/Handhelds gehört zu den dynamischsten im Spielwaren-Bereich. So werden Konsolen-Spiele ihr Marktvolumen von 2007 bis Ende 2012 nahezu verdoppelt haben.“ Besonders interessant: Der Anteil der Silver Surfer an diesem Segment wächst. Mittels der wii-Konsole von Nintendo wird bereits seit 2008 die Sports Bowling-Seniorenmeisterschaft Deutschland veranstaltet. Neben Denksportspielen schätzen die Älteren außerdem zunehmend Strategie- und Rollenspiele. Hier entsteht ein Riesenmarkt – für intuitive Games jeglicher Art, die körperliche Beeinträchtigungen vergessen lassen.

Sie möchten mehr über Spiele wissen? Studien von Eva Barth-Gillhaus und Marktdaten für alle Spielzeugsegmente finden Sie hier.

www.spielwarenmesse.de
www.kom-pakt.de
www.tikime.blogspot.com

An der Grenze zwischen Computer- und traditionellem Spiel: Die experimentelle Filzmembran SymbiosisO, die organische Muster bildet, wenn man darüber streicht und für den Einsatz in Altenheimen und Kindergärten erdacht wurde. Design: Eszter Ozsvald, New York und Kärt Ojavee, Tallinn. Foto: Anu Vahtra.

There are 4 comments

  • Franz Hoffmann sagt:

    Interessantes Experiment, diese Filzstruktur

    • Sonja Koschel sagt:

      Ja, nicht wahr? Die Textilkünstlerin hat auch ein Projekt an der estländischen Akademie für Kunst angeleitet, in dem Studierenden mit Stoff und Licht experimentieren. An den Unis geschehen interessante Dinge, ein Potenzial, das man sicher besser ausschöpfen könnte …

  • Gino sagt:

    Inspirierender Post.Habe ein paar gute Gedankenanstoesse bekommen. Freue mich schon auf weitere Beitraege zum Thema.

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